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    • CommentAuthorGhettoface
    • CommentTimeSep 16th 2008
     
    Versetz dich in folgende Situation:

    Du bist seit 4 Monaten Zivildienstleistender bei einer Dienststelle, in der du zu 95% mit dem Auto unterwegs bist. Die von der Dienststelle erteilten Aufgaben erledigst du stets zügig und auch so bist du ein sehr ordentlicher Mitarbeiter. Auch mit den Patienten kommst du wunderbar zurecht und einige loben dich immer wieder, was für ein toller guter Junge du doch bist.

    Aufgrund einer plötzlichen Anordnung bezüglich einer Dienstfähigkeitsuntersuchung begibst du dich zum zuständigen Ziviarzt und hast absolut keinen Plan, was auf dich zukommt und weshalb du da überhaupt hin sollst.

    In der Praxis angekommen pinkelst du erstmal in den Becher für die Urinprobe, ehe du ins Sprechzimmer kommst.

    Im Sprechzimmer angekommen erzählt dir der Arzt, dass die Vorgesetzten deiner Dienststelle behaupten, du würdest, weshalb auch immer, antriebs- und teilnahmslos wirken.
    Auf die Frage nach Medikamenten- bzw. Drogenkonsum sagst du ihm, du würdest gelegentlich (so ca. alle 2 Monate) mal einen druchziehen und dein letzter Marihuanakonsum wäre (heute ist Dienstag) letzte Woche Freitag gewesen (die Urinprobe wird zu diesem Zeitpunkt noch untersucht).

    Der Arzt hält dir einen Vortrag und will dir letztendlich, aufgrund des gelegentlichen Konsums, eine Fahrsperre erteilen, die allerdings nur für den Zivildienst gilt, sprich es erfährt sonst keiner davon und du kannst privat weiterhin mit dem Auto rumpeitschen.

    Plötzlich kommt die Arzthelferin in's Sprechzimmer mit den Ergebnissen der Urinprobe: NEGATIV. Es konnte absolut nichts nachgewiesen werden.

    Der Arzt will dir trotz allem weiterhin diese Fahrsperre erteilen, vorher erzählt er dir aber, dass die Dienststelle von dir auch einen Besuch beim Psychiater (!) verlangt. Das mit der Fahrsperre will er erst nach dem Bericht des Psychiaters in die Tat umsetzen.

    Jetzt zu meiner eigentlichen Frage: Ist es überhaupt möglich so eine Sperre zu verwirklichen, ohne irgendwelche Befunde? Das wäre doch total lächerlich oder nicht?

    P.S.: Mit den Vorgesetzten der Dienststelle gab's vor dem Arztbesuch weder eine Unterhaltung noch sonst irgendwelche Anzeichen, dass sie von dir irgendwie so ein negatives Bild haben.
    Auch nach dem Besuch in der Praxis kam nichts von deren Seite...