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    • CommentAuthorsanta
    • CommentTimeApr 14th 2008
     
    Hallo,
    Ich möchte den Kriegsdienst verweigern und arbeite an meiner Begründung. Ich habe jetzt in vielen Anträgen gesehen, dass die Verweigerung unter anderem mit der Releigionszugehörigkeit (Zitat: "Liebe deinen Nächsten") begründet wurde. Ich bin aber aus Überzeugung aus der Kirche ausgetreten. Allerdings war ich früher zwei Jahre lang Messdiener und habe auch beim Weltjugendtag mitgeholfen.
    Meine Frage ist also, wie ich das Thema Religion behandeln soll: gar nicht? Oder soll ich meinen Austritt als zusätzlichen Beweis für meine gewaltfreie Einstellung anführen (Stichworte: Hexenverbrennung, Religionskriege - das wäre übrigens nicht einmal geheuchelt, denn das waren ernsthafte Gründe für meinen Austritt aus der katholischen Kirche). Soll ich die Messdienerei/den WJT trotzdem erwähnen?
    Ich danke euch schonmal für eure Hilfe und auch dem Autor für die Infos auf dieser Homepage, die mir sehr geholfen haben.
    MfG Santa
    • CommentAuthorMichael Schöffler
    • CommentTimeApr 16th 2008
     
    Es ist nicht nötig das Thema Religion zu behandeln. Religiöse Gründe reichen in der Regel nicht zur Anerkennung.
    Also in deinem Fall würde ich nicht unbedingt einen religiösen Hintergrund schildern. Eher etwas von Krieg und Frieden :)
    • CommentAuthorsanta
    • CommentTimeApr 16th 2008
     
    Ich habe nur Bedenken, dass der Text dann etwas kurz wird. Meine Kirchenaktivität werde ich mal rauslassen, das ist mir auch lieber so :)
    Aber ich überlege noch, meinen Austritt zu erwähnen. Zum Beispiel: Ich kann es nicht mit meinen Gewissen vereinbaren, Teil einer Institution zu sein, in deren Namen Menschen (auch unschuldige) umgebracht werden. Als Beispiel kann ich Hexenverbrennung und Religionskriege/religiös motivierte Terroranschläge anführen.
    Soll jetzt natürlich nicht heißen, dass ich Bundeswehr und Kirche miteinander vergleichen will ;)
    Vielleicht ist das aber auch zu grundsätzlich oder zu kontrovers? Bin mir da unsicher.
    Ich arbeite derweil schonmal an dem Krieg/Frieden-Teil :)
    • CommentAuthorgrafter
    • CommentTimeApr 25th 2008
     
    1.5 seiten sollten es schon sein
    • CommentAuthorschnuffel
    • CommentTimeApr 28th 2008
     
    Also meine Verweigerung war mal grade ne dreiviertel Seite lang, es geht da eher um die Qualtität und Stringenz deiner Argumentation und nicht um die Menge.
    Aber natürlich KANNST du die Bundeswehr mit der Kirche vergleichen. Ich z.B. hab damals auch angezweifelt, dass die Wehrpflicht aufgrund des GG rechtsmäßig ist ;) Also wenn du vernünftig erklären kannst wieso du das net willst, kannste das auch mit den Argumenten machen mit denen du das beschreiben kannst ;)
    • CommentAuthorDaMarcus
    • CommentTimeMay 9th 2008
     
    Ich habe auch keine religiöse Begründung damals geschrieben. Ich hab mich eher auf die Migrationshintergründe meiner Mitschüler (vorallem aus der Grundschule) berufen, die Kriegsflüchtlinge waren. Hat natürlich nicht jeder das "Glück", solche Leute zu kennen, aber Religion ist sicher nicht notwendig, um als Kdv anerkannt zu werden.