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    • CommentAuthorTogu
    • CommentTimeNov 16th 2007
     
    Hallo liebe Leidensgenossen alle anderen :)

    Ich hab ein großes Problem als Zivildienstleistender und erhoffe mir Lösungsansätze von euch zu kriegen.
    Ich bin seit 3 Monaten Zivi in einem Altenheim. Das Problem fing schon in der 2. Woche an, als die erste Pflegerin anfing, die Arbeit die ich mache zu kritisieren und mich regelrecht zu mobben. Sie drohte mir sogar damit zu der Chefin zu gehen, wenn ich nicht aufhöre mit ihr zu diskutieren/argumentieren.
    Ich habe am Anfang keinerlei Anweisungen bekommen, WAS zu meinem Tätigkeitsfeld gehört und WANN ich die verschiedenen Tätigkeiten zu erledigen habe. Daher habe ich mich in den ersten Woche sehr an den Pflegern orientiert. Es mag sein ,dass ich mit meinen Fragen ihnen bisschen auf die Nerven gegangen bin, aber ich wollte indem was ich tue einfach gut sein. Der Streit mit dieser einen Person ist aber immer weiter gewachsen. Wir sind zur Personalleitung gegangen, doch sie hat uns nicht weiterhelfen können. Wir mussten halt miteinander auskommen. Diese Pflegerin allerdings arbeitet schon seit 16 Jahren in diesem Heim und ihr Einfluss auf die anderen sind recht stark. Ich habe sehr oft mitgekriegt wie über mich gelästert wurde. Egal wo ich war, habe ich immer meinen Namen aus einer Ecke gehört. Was die ganze Sache noch so unverständlich für mich macht ist, dass ich wirklich sehr hart dort Arbeite. Ich mache Sachen, die nicht in mein Tätigkeitsbereich gehören und werde regelrecht ausgenutzt. In der letzten Zeit hat sich die Situation für mich aber dramatisiert. Die Spannungen und der Hass, den die Menschen gegen mich aufgebaut haben ist unerträglich für mich geworden. Auch wenn es eine harte Beschuldigung ist, glaube ich allerdings, dass es mit meiner Nationalität zuasmmenhängt. Ich bin Türke und es ist jeden Tag ein neuer Kampf für mich die Vorurteile , die diese Menschen haben, zu beseitigen. Inzwischen fehlt mir auch einfach die Kraft dazu...

    Lange rede, kurzer Sinn. Ich spiele nun mit dem Gedanken das Heim zu wechseln. Ein Neustart in einem neuen Heim würde mir neue Kraft geben alles von 0 zu beginnen und das Thema "Zivildienst" nochmal in ein anderen Licht stellen. Natürlich kann mir niemand garantieren , dass in meiner neuen Stelle alles gut verlaufen wird, aber das Risiko ist mir lieber als nach 6 Monaten mit psychischen Störungen da rauszugehen. Dank diesen 3 Monaten voller Mobbing bin ich aggressiv und depressiv geworden, was ich vorher absolut nicht war.
    Wie würdet ihr an meiner Stelle handeln?
    • CommentAuthorMichael Schöffler
    • CommentTimeNov 16th 2007
     
    Hallo, also an deiner Stelle würde ich aufjedenfall die Dienststelle wechseln. Ich denke so schnell wird sich an der Situation bei dir nichts ändern.
    Gerade wenn du schon so stark darunter leidest, würde ich mir in jedem Fall eine neue Dienststelle suchen. So ein Wechsel geht ja auch ziemlich schnell von statten (ich glaube weniger als einen Monat bisher immer).

    Ziemlich schade finde ich dass du in deiner Dienststelle nicht so gut angekommen bist, du scheinst ja eigentlich ziemlich gewillt zu sein dort eine gute Leistung zu vollbringen.
    • CommentAuthorTogu
    • CommentTimeNov 16th 2007
     
    ja MIchael. Du hast das auf jeden Fall richtig erkannt. Die Bewohner sind auch sehr zufrieden mit mir und unter ihnen bin ich sehr beliebt. Sie fragen öfter nach mir etc. Ich versuche auch, wie alles andere meinem Leben, den Zivildienst perfekt zu absolvieren. Dass es gerade an so Zwischenmenschlichen Dingen scheitert macht mich sehr traurig. Manchmal ist es wirkilch unglaublich wie asozial Menschen sind die in einer sozialen Einrichtung arbeiten.
    Danke dir erstmal für deine Meinung.